Mediation wirkt!
Konflikte klären, auch wenn es schwierig ist
In 80-90% der Fälle führt Mediation zu einer einvernehmlichen Lösung.
Die Herausforderung:
Konflikte in kirchlichen und interkulturellen Kontexten haben eine besondere Qualität. Sie entstehen oft nicht aus bösem Willen, sondern aus unterschiedlichen Erwartungen, kulturell geprägten Kommunikationsstilen und unausgesprochenen Machtgefällen. Genau das ist mein Arbeitsfeld.
Wann Mediation sinnvoll ist
Mediation macht Sinn, wenn zwei oder mehr Parteien in einem Konflikt stecken, den sie alleine nicht mehr lösen können – und wenn beide Seiten grundsätzlich bereit sind, eine gemeinsame Lösung zu suchen.
Typische Anlässe in meiner Arbeit:
- Missverständnisse zwischen deutschen und internationalen Gemeindemitgliedern
- Konflikte in interkulturellen Teams, Gremien oder Partnerschaften
- Spannungen rund um Kommunikation, Rollenverständnis oder Entscheidungsprozesse
- Konflikte an den Schnittstellen zwischen Generationen, Kulturen oder theologischen Traditionen
Was Mediation leistet und was nicht
Mediation ist kein Schiedsverfahren. Ich entscheide nichts, ich bewerte nichts. Ich schaffe einen strukturierten Rahmen, in dem alle Beteiligten gehört werden – und begleite den Prozess so, dass eine Lösung entstehen kann, die beide Seiten tragen.
Der entscheidende Unterschied zu einem Rechtsstreit: Ein Urteil beendet einen Konflikt formal. Mediation kann ihn wirklich lösen – weil sie bei den Interessen ansetzt, nicht bei den Positionen.
In 80–90% der Fälle führt Mediation zu einer einvernehmlichen Lösung.
Blinde Flecken sichtbar machen
Konflikte in kirchlichen Organisationen haben oft eine transkulturelle Dimension, die übersehen wird. Was als persönlicher Konflikt erscheint, ist häufig ein Strukturproblem: Wessen Kommunikationsstil gilt als normal? Wer wird gehört, wer nicht?
Ich bringe diese Perspektive in den Mediationsprozess ein – nicht um Konflikte zu kulturalisieren, sondern um blinde Flecken sichtbar zu machen.
Meine Mediation unterliegt dem geltenden Mediationsgesetz.
Bekannte Muster. Selten benannt.
Typische Phänomene und Konfliktursachen in Kirche, Diakonie und NGOs:
Wer lange in kirchlichen oder sozialen Organisationen arbeitet, kennt sie – auch wenn sie oft unausgesprochen bleiben. Mein Buch „Bunt ist nicht genug“ macht sie auf drei Ebenen sichtbar. Erkennst Du Deine Organisation wieder?
Ebene Bewusstsein:
- Helfersyndrom und Überidentifikation mit dem Job
- Autoritätsgläubigkeit
- Eurozentrismus als blinder Fleck
Ebene Zusammenarbeit:
- Mantra der Gleichheit und Geschwisterlichkeit
- Spannungen zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen
- Konfliktvermeidung
- Revierkämpfe
Ebene Struktur:
- Tabu der offenen Leitung und Machtausübung
- Beharrung gegen Wandel
- Fehlendes Organisationsziel
- Rassismus, Paternalismus, Frauenfeindlichkeit
Neueste Blog-Beiträge:
Welche Konflikttypen gibt es?
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Konfliktmanagement in multikulturell gemischten Teams
Kulturelle Stereotype lösen keine Konflikte – sie verschleiern sie. Der Beitrag zeigt, warum echte Konflikte in Teams selten kulturell sind, sondern strukturell entstehen. Wie man wertschätzend mit Kritik in multikulturellen Teams umgeht, erfährst Du hier in meinem Blogbeitrag.
Was bringt Mediation?
FAQs
Häufige Fragen zur Mediation. Für die Antworten den Cursor einfach auf das Fragenfeld bewegen.